Vorgestellt: Nach der Berufung der ERC Grant

Der junge katalanische Physiker Oriol Romero-Isart verstärkt ab Oktober die Innsbrucker Quantenphysik. Kurz nach seiner Berufung nach Tirol erhielt er eine der begehrtesten europäischen Förderungen: den ERC Starting Grant. Der Theoretiker wird sich in Innsbruck vor allem mit der Kontrolle und Adressierung von Quantensystemen durch magnetische Felder und Supraleiter beschäftigen.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Vorgestellt: Nach der Berufung der ERC Grant

Spirituelle Praxis und wissenschaftliche Theologie

Die wissenschaftliche Theologie beschäftigt sich mit religiösen Fragen nicht aus einer neutralen Außenperspektive, sondern versucht diese Fragen aus der Perspektive Angesprochener zu erschließen. Welche Rolle spirituelle Praxis wie Gebet oder Meditation in der theologischen Erkenntisgewinnung spielen, dieser Fragestellung geht die Theologin Teresa Peter in einem FWF-Projekt nach.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Spirituelle Praxis und wissenschaftliche Theologie

Ein Wörterbuch für Gilgamesch

Im Süden Mesopotamiens, auf dem Gebiet des heutigen Irak, entstand vor etwa 6.000 Jahren eine der ältesten städtebauenden Kulturen der Menschheit. Vor etwa 5.000 Jahren wurde dort von den Sumerern die Keilschrift entwickelt. Trotz dieser historischen Bedeutung gibt es bis heute kein umfassendes Lexikon des Sumerischen – ein Umstand, den Innsbrucker Forscher ändern wollen.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Ein Wörterbuch für Gilgamesch

Tuning macht Riboschalter dynamischer

Die Funktion von Biomolekülen wird erheblich durch ihre Form bestimmt. Nicht immer ist es allerdings einfach, den Einfluss von einzelnen Strukturelementen zu bestimmen. Gemeinsam mit New Yorker Kollegen haben Chemiker um Ronald Micura nun nachgewiesen, dass die Sensibilität eines bakteriellen Riboschalters durch einen kleinen Fortsatz stark beeinflusst wird.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Tuning macht Riboschalter dynamischer

Wetterextreme beeinflussen Kohlenstoffkreislauf

Ein internationales Forschungsteam unter maßgeblicher Mitwirkung der Universität Innsbruck berichtet in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature, wie meteorologische Extremereignisse den Kohlenstoffkreislauf von Landökosystemen beeinflussen: Ein sich selbst verstärkender Effekt des Klimawandels ist nicht ausgeschlossen.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Wetterextreme beeinflussen Kohlenstoffkreislauf

Neue Rolle der Kalziumkanäle bei Bluthochdruck

Bei 5 Prozent aller Hypertonie-Patienten finden sich Tumoren in der Nebennierenrinde. Diese produzieren einen Überschuss des blutdrucksteigernden Hormons Aldosteron. Nun haben Innsbrucker Forscher gemeinsam mit einem internationalen Kollegenteam einen molekularen Schalter entdeckt, der an der Entstehung dieser Tumoren maßgeblich beteiligt ist.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Neue Rolle der Kalziumkanäle bei Bluthochdruck

Die attraktive Kraft des Lichts

Licht wirkt anziehend. Dass diese Tatsache nicht nur für Mücken an lauen Sommerabenden, sondern auch für Atome gilt, ist Inhalt einer kürzlich in Physical Review Letters veröffentlichten Arbeit. Innsbrucker Physiker zeigen auf, dass die anziehende Dipolkraft auch bei thermischem Licht eine Rolle spielt – ein Effekt, der auch bei der Entstehung von Planeten von Bedeutung sein könnte.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Die attraktive Kraft des Lichts

Eine untrügliche Quantenmessung

Für Quantenphysiker gehört die Verschränkung mittlerweile zum täglichen Handwerkszeug. Für den Bau von zukünftigen Quantencomputern bildet sie die wesentliche Grundlage. Nun haben Innsbrucker Forscher gemeinsam mit Schweizer Kollegen in der Fachzeitschrift Nature Physics eine neue, sehr verlässliche Methode zum Nachweis von Verschränkung veröffentlicht.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Eine untrügliche Quantenmessung

Stürmischer Segelturn auf Spitzbergen

Bild

Stürmischer Segelturn auf Spitzbergen

Professor Leopold Füreder kommt gerade von einer Arktis-Expedition zurück, die er zusammen mit Kollegen der Naturmuseen Oslo und Trondheim erfolgreich durchgeführt hat. Das Ziel der letzten zwei Wochen war bislang nicht untersuchte Regionen der Inselgruppe Svalbard, zwischen 76° und 81° Nord gelegen, zu bereisen und ökologisch zu untersuchen. Alle Teilnehmer sind Biologen mit einer Vorliebe für das Spezialgebiet der Dipterenforschung. Die Dipteren (Zweiflügler, dazu gehören Fliegen und Mücken) sind auch jene Insekten, die am erfolgreichsten diese klimatisch-unwirtlichen Gebiete besiedeln. Die Extreme des dort herrschenden Klimas wurde den Expeditionsteilnehmern mehr als verdeutlicht: wegen der Unzugänglichkeit der ins Auge gefassten Ziele mussten diese mit einem Segelboot angesteuert werden. So wurden zu manchmal äußerst stürmischen Bedingungen Hunderte Kilometer West- und Nordküste Svalbards abgefahren, dazwischen gab es immer wieder Landausflüge, um die entsprechenden Ökosysteme zu untersuchen und Fliegen und Mücken einzusammeln. Im natürlichen Lebensraum des Eisbären muss man mit einem scharf-geladenen Großkalibergewehr bewaffnet sein, eine entsprechende Einschulung sowie ein Sicherheitstraining sind am Beginn der Reise vorgeschrieben.
Leo Füreder’s diesjährige Untersuchungen sind eine Fortsetzung der Erforschung der Fließgewässerökosysteme in kalten Regionen, die ihn schon seit 2004 auch nach Svalbard führen. Dabei geht es um aktuelle Themen wie Biodiversität (d.h. welche Arten können in diesen Lebensräumen überhaupt leben, mit welchen Eigenschaften sind sie ausgestatten, damit das möglich ist), der strukturellen und funktionellen Organisation der Organismen, die Nahrungsnetze in verschiedenen Gewässertypen unter unterschiedlichen Klimaszenarien, sowie die Abschätzung möglicher Auswirkungen der Klimaveränderung. Diese von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften teilfinanzierte, stürmische Reise brachte ihm nicht nur tolle Begegnungen mit Eisbären – zum Glück in sicherer Entfernung! – sondern auch kostbare Proben aus Gewässern ein, die noch nie jemand untersucht hat.