Christopher Lehmann-Haupt in Innsbruck

Christopher Lehmann-Haupt

Er hat für die New York Times über 4.000 Bücher rezensiert und wurde später deren oberster Nachruf-Schreiber. Noch bis vor kurzem erschienen Nekrologe von ihm in der Times: Christopher Lehmann-Haupt. Heute gibt Lehmann-Haupt sein Wissen an der Columbia University an jüngere Kollegen weiter. Und kommende Woche ist er an der Uni Innsbruck zu Gast. Am Montag (18:00, UNO Saal) spricht er im American Corner darüber, wie man 5.000 Bücher lesen und rezensieren kann. Und am Dienstag (19:30, Archäologisches Museum) steht eine Person im Mittelpunkt, die die historischen Wissenschaften an der Uni Innsbruck geprägt hat: sein Großvater Carl Friedrich.

Carl Ferdinand Friedrich Lehmann-Haupt

Carl Ferdinand Friedrich Lehmann-Haupt

Carl Friedrich Lehmann-Haupt war von 1918 bis 1932 Professor für Alte Geschichte an der Universität Innsbruck. Zuvor war er bereits Professor in Berlin, Oxford, Greifswald und Konstantinopel. „Er war eine herausragende Forscherpersönlichkeit, über die wir erstaunlich wenig wissen“, sagt der heutige Leiter des Instituts für Alte Geschichte und Altorientalistik, Robert Rollinger. Es war seine jüdische Herkunft, die den 1938 in Innsbruck verstorbenen Wissenschaftler so rasch in Vergessenheit geraten ließ. Gemeinsam mit Waldemar Belck entdeckte er zwischen 1898 und 1900 die Hauptstätten des urartäischen Reichs. Dieses bis dahin wenig bekannte Reich lag im ersten vorchristlichen Jahrtausend im Grenzbereich der heutigen Staaten Türkei, Armenien und Iran.

Das Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik (Prof. Robert Rollinger, Dr. Sebastian Fink), das Institut für Zeitgeschichte (Prof. Klaus Eisterer, Prof. Dirk Rupnow) und die Hammer-Purgstall-Gesellschaft gedenken mit einer Veranstaltungsreihe dieser Persönlichkeit. Als erster wird Christopher Lehmann-Haupt über seinen Großvater und die Familiengeheimnisse sprechen.

Advertisements

Aufschlussreiche Funde an antiker Alpenstraße

Archäologen der Universität Innsbruck legten im Sommer bei Mals im Oberen Vinschgau rund 2000 Jahre alte römische Hausfundamente frei. Sie sind Teil einer römischen Siedlung, die am antiken Verkehrsweg Via Claudia Augusta lag. Die Auswertung der zahlreichen Kleinfunde verspricht neue Einblicke in die vom Handel geprägte Lebensweise der Bevölkerung.

from iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck http://www.uibk.ac.at/ipoint/news/2011/aufschlussreiche-funde-an-antiker-alpenstrasse.index.html.de