Quantenchaos in ultrakalten Gasen entdeckt

Auch einfache Systeme wie neutrale Atome können chaotisches Verhalten zeigen. Das hat ein Team um Physikerin Francesca Ferlaino mit Hilfe der Quantenmechanik entdeckt. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte, bahnbrechende Forschungsarbeit eröffnet neue Wege, die Wechselwirkung von Quantenteilchen zu betrachten.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Quantenchaos in ultrakalten Gasen entdeckt

Humboldt-Professur für Physikerin

Francesca Ferlaino

Francesca Ferlaino

Der Quantenphysikerin Francesca Ferlaino von der Universität Innsbruck wurde eine Alexander von Humboldt-Professur zuerkannt. Das ist mit fünf Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Forschungspreis. Deutschland will mit den Humboldt-Professuren international erfolgreiche Spitzenforscherinnen und -forscher an seine Universitäten holen.

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NASA vertraut auf Tiroler Technologie

Wie schlecht wird die Luft sein, die wir morgen einatmen? Satellitenmessungen könnten in Zukunft helfen, die Gefahr durch Schadstoffe wie Ozon, Stickoxide und Partikel frühzeitig zu erkennen. Dazu müssen wir aber verstehen, wie sich diese Luftschadstoffe vertikal in der Atmosphäre verteilen. Denn die Satellitensensoren erkennen nicht, in welcher Höhe sich die Schadstoffe befinden.

Die NASA hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Messflüge über dem San Joaquin Tal in Kalifornien durchgeführt, um diese Schadstoffverteilung in der Atmosphäre zu analysieren. Dabei war das Forschungsflugzeuges „P-3B” rund 80 Stunden in der Luft und flog 700 Schleifen über sechs Messstationen auf der Erde.

Markus Müller und Tomas Mikoviny vom Institut für Ionenphysik der Uni Innsbruck

Markus Müller und Tomas Mikoviny vom Institut für Ionenphysik der Uni Innsbruck Credit: NASA / Tom Tschida

Mit an Bord waren auch Wissenschaftler vom Institut für Ionen- und Angewandte Physik der Universität Innsbruck, die ein spezielles Messinstrument des Tiroler Spin-off-Unternehmens Ionicon betreuten. Dieser „Luftspion“ kann organische Spurenstoffe in der Atmosphäre in Sekundenbruchteilen messen. Die Messungen wurden von einem Team um Armin Wisthaler durchgeführt. Erste Daten der Messkampagne sollen laut Wisthaler diesen Sommer zur Verfügung stehen.

Das NASA Messflugzeug P-3B über dem Flughafen von Bakersfield in Kalifornien. Credit: NASA/Suzanne Crumeyrolle

Das NASA Messflugzeug P-3B über dem Flughafen von Bakersfield in Kalifornien. Credit: NASA/Suzanne Crumeyrolle

 

Am Montag ist die Welt bei Nacht zu sehen

Die Idee stammt von Wissenschaftsjournalist und Fotograf Babak A. Tafreshi: Die Welt bei Nacht ins Szene zu setzen. Unter dem Titel The World At Night (TWAN) hat er dazu ein internationales Projekt gestartet. Von Natur-, Kultur- und Geschichtsdenkmälern auf der Erde sollten künstlerisch ansprechende Fotos, Filme und Animationen des Nachthimmels produziert und präsentiert werden. Neben professionellen Astrofotografen können auf seiner Website auch Laien ihre schönsten Bilder hochladen.

Eines der Fotos von Babak Tafreshi

David Malin

Patrick Jussel und Wolfgang Kausch vom Institut für Astro- und Teilchenphysik der Uni Innsbruck laden am Montag, 4. März 2013, um 19:30 Uhr unter dem Titel „The World At Night“ zu einem Vortragsabend auf den Campus Technik der Uni Innsbruck ein. Neben Babak Tafreshi kommt dafür ein echter Star der Astrofotografie nach Innsbruck: David Malin. Der gebürtige Engländer gilt als Vater der moderne Astrofotografie. Er hat zahlreiche Bearbeitungsverfahren entwickelt, um auch aus dem schwächsten Licht der Sterne noch überwältigende Farbfotografien zu machen. Darüber wird er an der Universität Innsbruck in einem englischsprachigen Vortrag berichten. Im Anschluss wird Babak Tafreshi die Idee von The World At Night näher erläutern. Stefan Noll vom Institut für Astro- und Teilchenphysik wird dann über Airglow, das sogenannte Nachthimmelsleuchten, referieren. Den Abschluss macht der Innsbrucker Reisejournalist und TWAN-Fotograf Christoph Malin – der übrigens nicht mit David Malin verwandt, aber ein großer Verehrer von ihm ist – mit dramtischen Nachtbildern aus Tirol. Der Eintritt ist frei!

Nachhimmel über Innsbruck von Christoph Malin.

Quantentrick macht Messung rückgängig

Was nach den Regeln der Quantentheorie scheinbar nicht erlaubt ist, haben Physiker nun im Labor realisiert. Im Prototypen eines Quantencomputers konnte ein Team um Philipp Schindler, Thomas Monz und Rainer Blatt eine Quantenmessung vollständig rückgängig machen. Der Trick gelang ihnen mit Hilfe eines Schemas für die Fehlerkorrektur in Quantencomputern.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Quantentrick macht Messung rückgängig

Fullerene im Weltall inkognito

Im Vorjahr sorgte der Nachweis von Fullerenen im Weltraum für eine wissenschaftliche Sensation. Innsbrucker Physiker um Prof. Paul Scheier haben nun im Labor erstmals Hinweise gefunden, warum diese großen, fußballförmigen Kohlenstoff-Moleküle nicht schon viel früher entdeckt wurden: Sie verstecken sich möglicherweise unter einer hauchdünnen Schicht aus Wasserstoff-Molekülen.

from iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck http://www.uibk.ac.at/ipoint/news/2011/fullerene-im-weltall-inkognito.html.de