75 Jahre Novemberpogrom

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75 Jahre Novemberpogrom

Die Innsbrucker Universitäten luden gestern zu einer Gedenkstunde anlässlich 75 Jahre Novemberpogrom: Damals passierte das Unvorstellbare, auch in Innsbruck. Jüdische Geschäfte wurden zerstört, jüdische MitbürgerInnen wurden von den Nationalsozialisten heimgesucht, misshandelt, Richard Berger, Richard Graubart, Josef Adler und Wilhelm Bauer umgebracht. Für den Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk, eine der dunkelsten Stunden in Tirol: „Zumindest einer der Mörder, Gerhard Lausegger, war ein Student der Universität Innsbruck. Diese Tatsache, aber auch die gesamte Entwicklung der nationalsozialistischen Vereinnahmung der LFU lastet schwer auf dieser, unserer Alma Mater. Dieses Geschehen bleibt für immer ein schwarzer Fleck in unserer, fast 350 jährigen Geschichte. Gerade als Universität haben wir eine höhere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Gerade hier sollten Kritikfähigkeit, Toleranz und objektive Wahrheit herrschen. Und gerade hier sollten Fehlentwicklungen in der Gesellschaft rechtzeitig erkannt, aufgezeigt und wenn nötig bekämpft werden. Wir haben mit dem Medizinstudenten Christoph Probst, Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe ‚Weisse Rose’ ein leuchtendes Beispiel in dieser Hinsicht, der im Herbst 1942 an seinen Bruder schreibt: ‚Lebe auch in diesem kommenden Jahr, im tiefen Vertrauen, dass alles sinnvoll ist, und einem keine Zufälligkeiten im Leben begegnen, dass alle Kämpfe letzthin für das Gute ausgefochten werden. Wenn unsere Augen auch nicht so weit blicken, es erkennen zu können.”

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Zusammenarbeit gefördert

Der Bund unterstützt gemeinsame Projekte von österreichischen Hochschulen, die ihre Verwaltung durch Infrastrukturmaßnahmen weiter optimieren. Die Universität Innsbruck ist an den höchstdotierten Projekten federführend beteiligt, mit denen unter anderem ein Klimaforschungszentrum und eine akademische Cloud Computing Infrastruktur eingerichtet werden.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Zusammenarbeit gefördert

Unsichere Startbedingungen

Angststörungen, Verlusterfahrungen und traumatische Erlebnisse in der Kindheit erschweren nicht nur das Leben der Betroffenen – sie können auch Auswirkungen auf ihre Kinder haben. Univ.-Prof. Dr. Anna Buchheim vom Institut für Psychologie beschäftigt sich mit den generationenübergreifenden Effekten psychologischer Störungen.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Unsichere Startbedingungen

Innsbruckit: bisher unbekanntes Mineral entdeckt

In Gesteinsproben aus einem Quarzit in der Wattener Lizum konnte ein neues Mineral nachgewiesen werden. Die Entdecker des Innsbruckits, ein Forscherteam vom Institut für Mineralogie und Petrographie, entschieden sich für die Landeshauptstadt Tirols als Namensgeberin.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Innsbruckit: bisher unbekanntes Mineral entdeckt

Verloren geglaubte Schätze im Buchumschlag

Dank eines Zufalls wurden Teile jahrhundertealter jüdischer Handschriften in österreichischen Archiven entdeckt – zerschnitten und eingearbeitet in den Einband mittelalterlicher Bücher. Ursula Schattner-Rieser vom Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie ist den mittelalterlichen Zeitzeugen aus Pergament in Tirol auf der Spur.

aus iPoint – Online-Zeitung der Universität Innsbruck Verloren geglaubte Schätze im Buchumschlag

Botanik feiert 100. Geburtstag mit buntem Festprogramm

Institut für Botanik 1913

100 Jahre Institut für Botanik Sternwartestraße und 220 Jahre Botanischer Garten der Universität Innsbruck werden am 8. Juni ab 14:00 mit einem Fest im Botanischen Garten gefeiert. Eintritt ist frei!
An verschiedenen Stationen erhalten die Gäste wissenswerte, spannende und unterhaltsame Einblicke in die Forschung am Institut für Botanik. Darüber hinaus gibt es die Gelegenheit, die Schmetterlingsausstellung „Vom Vielfraß zum Leichtgewicht“ anzusehen.

Ein besonderes Highlight bildet das musikalische Rahmenprogramm des Vienna Vegetable Orchestra. Das 12-köpfige Kollektiv aus Wien verwendet ausschließlich Instrumente aus Gemüse und hat sich – neben internationaler Konzerttätigkeit – über ein Dutzend Jahre mit instrumentenbaulichen Experimenten und dem Ausloten des vegetabilen Klanguniversums beschäftigt.
Die Sounds der Gemüseinstrumente sind erstaunlich vielschichtig: transparent & knisternd, schrill & massiv, dunkel & hypnotisch, funky & groovy – eine heterogene Vielzahl von akustischen Kleinoden und seltsamen, unbekannten Klängen, denen ihr organischer Ursprung nicht immer gleich anzumerken ist.

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