NASA vertraut auf Tiroler Technologie

Wie schlecht wird die Luft sein, die wir morgen einatmen? Satellitenmessungen könnten in Zukunft helfen, die Gefahr durch Schadstoffe wie Ozon, Stickoxide und Partikel frühzeitig zu erkennen. Dazu müssen wir aber verstehen, wie sich diese Luftschadstoffe vertikal in der Atmosphäre verteilen. Denn die Satellitensensoren erkennen nicht, in welcher Höhe sich die Schadstoffe befinden.

Die NASA hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Messflüge über dem San Joaquin Tal in Kalifornien durchgeführt, um diese Schadstoffverteilung in der Atmosphäre zu analysieren. Dabei war das Forschungsflugzeuges „P-3B” rund 80 Stunden in der Luft und flog 700 Schleifen über sechs Messstationen auf der Erde.

Markus Müller und Tomas Mikoviny vom Institut für Ionenphysik der Uni Innsbruck

Markus Müller und Tomas Mikoviny vom Institut für Ionenphysik der Uni Innsbruck Credit: NASA / Tom Tschida

Mit an Bord waren auch Wissenschaftler vom Institut für Ionen- und Angewandte Physik der Universität Innsbruck, die ein spezielles Messinstrument des Tiroler Spin-off-Unternehmens Ionicon betreuten. Dieser „Luftspion“ kann organische Spurenstoffe in der Atmosphäre in Sekundenbruchteilen messen. Die Messungen wurden von einem Team um Armin Wisthaler durchgeführt. Erste Daten der Messkampagne sollen laut Wisthaler diesen Sommer zur Verfügung stehen.

Das NASA Messflugzeug P-3B über dem Flughafen von Bakersfield in Kalifornien. Credit: NASA/Suzanne Crumeyrolle

Das NASA Messflugzeug P-3B über dem Flughafen von Bakersfield in Kalifornien. Credit: NASA/Suzanne Crumeyrolle

 

Advertisements